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Tübingen

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"Erst die Fakten, dann die Moral" - Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer zeigt sein neues Buch

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat ein neues Buch geschrieben. Der Titel: "Erst die Fakten, dann die Moral". Palmer möchte an konkreten Beispielen aufzeigen, dass Entscheidungen, die in Brüssel oder Berlin gefällt werden, wenig mit realistischer Politik vor Ort gemein haben.

Wer Boris Palmer sucht, der findet ihn meist hier, im Tübinger Rathaus. Allerdings bringt sein Posten als Oberbürgermeister mit sich, dass er auch mal verreist. Für Termine außerhalb Tübingens nutzt er häufig die Bahn. Während seiner Bahnfahrten hat sich der Oberbürgermeister, der auch Bestsellerautor ist, die Zeit genommen ein neues Buch zu schreiben.

Dazu veranlasst habe ihn seine Beobachtung, dass Tatsachen immer weniger Gewicht für politische Entscheidungen bekämen. Palmer glaubt, dass eine Gesellschaft, die die Tatsachen nicht mehr ergründe, zerfalle. Der Tübinger OB möchte mit seinem Buch dafür werben, dass sich die Menschen wieder zuerst mit den Fakten beschäftigen und dann urteilen.

Seine Tätigkeit als Oberbürgermeister habe ihm hierbei einige Beispiele geliefert, wie oftmals erst mit Blick auf die Moral und dann mit Blick auf die Fakten geurteilt werde. Als Beispiele hierfür nennt er die Diskussion um die Tierversuche am Tübinger Max Planck Institut, oder auf das umstrittene Projekt Stuttgart 21.

Wer Probleme feststellt, der muss auch Lösungen aufzeigen. Dessen ist sich Palmer bewusst. Daher richtet er einen Appell an all diejenigen, die in den Parlamenten von Brüssel, Berlin oder Straßburg sitzen. So wünscht er sich, dass die Entscheidungsträger sich öfter darüber informieren, wie es vor Ort ist - und zwar bevor Entscheidungen in Gesetzte gegossen werden.

Boris Palmers Buch: „Erst die Fakten, dann die Moral" erscheint am Montag im Siedler Verlag. Es kostet 20 Euro.


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