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Reutlingen

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Dorothee Jetter gibt Organisation der "Hellblauen Stunde" ab

Eine Stunde Auszeit - kein Smartphone, kein Fernsehen, sondern ganz analog eintauchen in die bunten Welten von Zauberern, Monstern und Feen. Das bietet die Stadtbibliothek Reutlingen mit der "Helblauen Stunde". Organisiert wurde die Vorlesestunde für Kinder von fünf bis acht Jahren seit 2004 von Dorothee Jetter. Sie gibt nun ihr Ehrenamt an Erdmute Rödel-Störk ab.

Passend zur "Hellblauen Stunde" wird jeden Samstag aus einem gemütlichen hellblauen Sessel vorgelesen. Eltern, die natürlich auch immer herzlich willkommen sind, dürfen am ovalen Tisch im Hintergrund leise lauschen.

In letzten 16 Jahren gab es rund 600 Vorlesestunden mit ungefähr 7.000 jungen Zuhörern. Organisiert wird die Veranstaltung von den "Freunden der Stadtbibliothek Reutlingen e.V.". Warum gerade die "Hellblaue Stunde" im Programm ihrer Bibliothek so wichtig sei, erklärt Leiterin Beate Meinck. Lesen und Bibliothek seien untrennbar miteinander verbunden. Die Stadbibliothek stehe für Bücher und Lesekultur und deshalb habe die Vorlesestunde auch einen so wichtigen Platz im Haus so Meinck.

Dorothee Jetter, seit 15 Jahren Organisatorin und Vorleserin der "Hellblauen Stunde", weiß, dass die Veranstaltung auch im Leben ihrer kleinen Zuhörern einen wichtigen Platz hat. Es gäbe Kinder für die sei Samstag 11 Uhr Vorlesezeit und diese Kinder kämen auch immer wieder, so Jetter. Um die regelmäßige Teilnahme an der Vorlesestunde attraktiver zu machen, haben Dorothee Jetter und die "Freunde der Stadbibliothek e.V." einen Lesepass eingeführt. Wer sechs Mal in Folge da war bekommt ein Buch geschenkt. Das sei immer ein großes Highlight für die Kinder so Vorleserein Jetter.

Vorgelesen wird von einem Lesekreis, bestehend aus rund zehn Lesepaten. Diese lesen im Wechsel und immer abgestimmt auf das Alter oder die Sprachkenntnisse der Zuhörer vor. Aber bei der "Hellblauen Stunde" wird nicht nur gelesen, sondern es wird sich auch über das Gehörte untehalten.

Die Möglichkeit, das Gehörte im Anschluss zu besprechen oder beim Vorlesen Fragen stellen zu dürfen sei vor allem für die Kinder wichtig für die Deutsch nicht die Muttersprache sei, erläutert die ehemalige Lehrerin Dorothee Jetter.

Ziel der „Hellblauen Stunde" als Teil der Leseförderung der Stadtbibliothek Reutlingen ist natürlich auch, dass die Kinder durch das Angebot von Hörenden zu Lesenden werden. Ihnen soll so der Spaß an Büchern und am eigenen Lesen vermittelt werden. Aus eigener Erfahrung weiß Jetter, dass es notwendig ist den Kindern das Lesen schmackhaft zu machen. Sie habe, bei ihren eigenen Kindern, immer so lange gelesen bis die Geschichte spannnend wurde und das Weiterlesen dann den Kindern überlassen. Das habe gut funktioniert.  

Die Aufgabe, Bücher schmackhaft zu machen und Lesepatinnen und -paten zu koordinieren, gibt Dorothee Jetter nun altersbedingt in die Hände von Pädagogin Erdmute Rödel-Störk ab.

Die "Hellblaue Stunde" ist also nicht in Gefahr. Auch weiterhin werden Kinder jeden Samstag von 11 bis 12 Uhr in bunte Phantasiewelten entführt, mal mit Kinderbuch Klassikern wie den Kindern aus  Bullerbü, die die neue Organisatorin der "Hellblauen Stunde", Erdmute Rödel-Störk zum Vrlesen empfiehlt, aber auch  mit neuen spannenden Geschichten aus der Kinder- und Jugendabteilung der Stadtbibliothek.

Wer selbst Interesse an einem Platz im blauen VorIesesessel hat und Lesepate werden möchte, der muss sich übrigens nur bei der Stadtbibliothek melden. Über die Sommerferien ist erst mal Pause, aber dann darf hier wieder eifrig zugehört werden.


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